Edelsteen turkoois imitatie

Edelstein Türkis-Imitation

Edelstein Türkis-Imitation

Die schönen blauen und blaugrünen Farben des Türkis sind seit Jahrhunderten beliebt. Schon im alten Ägypten (um 5.500 v. Chr.) wurde Türkis in Schmuck verwendet – es war der erste bekannte Edelstein, der in Schmuckstücken eingesetzt wurde. Und auch damals wurden bereits Türkis-Imitationen hergestellt. Bekannt sind die türkisblauen Fayence (eine Art Keramik, die mit Zinn-Glasur überzogen wird) Figuren aus dieser Zeit.

Im Jahr 1970 führte Gilson (u.a. bekannt für synthetischen Opal, Smaragd und Lapis) die Türkis-Imitation ein. Aber wie erkennt man nun eine imitierte Türkis?

Identifikation von Türkis-Imitationen

  • Brechungsindex: Türkis und synthetischer Türkis liegen zwischen 1.610 und 1.650, Imitationen von Howlith zwischen 1.586 und 1.605 und Magnesit zwischen 1.509 und 1.700
  • Matrixadern: Bei Türkis sind die Adern unregelmäßiger geformt und liegen etwas tiefer als der Türkisstein. Bei der synthetischen Variante ist die Matrix gleichmäßig und auf gleicher Höhe wie das synthetische Material. Es sind minimale Unterschiede, aber mit einer Lupe deutlich sichtbar.
  • Spezifisches Gewicht: Natürlicher und synthetischer Türkis zwischen 2.38 und 2.88, Imitationen von Howlith zwischen 2.45 und 2.58 und Magnesit zwischen 3.00 und 3.20

Imprägnierter Türkis

Um Türkis zu stabilisieren oder fester zu machen, kann der Türkis mit Wachs oder Kunststoff behandelt werden.

  • Brechungsindex: Abhängig von der Behandlung, liegt zwischen 1.56 und 1.60
  • Fleckige Oberfläche (dies kommt aber auch bei synthetischem Türkis vor)
  • Spezifisches Gewicht: zwischen 1.80 und 2.60
  • Erhitzung (destruktiv!): Eine Schmelzreaktion kann darauf hindeuten, dass es sich um eine Wachs- oder Kunststoffbehandlung handelt

Simulant oder Imitation

Was ist eigentlich ein Simulant oder eine Imitation? Ein natürlicher Edelstein oder ein von Menschen hergestelltes Edelsteinmaterial, das einen anderen Edelstein nachahmt und als Ersatz verwendet werden kann. Die Imitation hat eine andere chemische Zusammensetzung, Kristallstruktur sowie optische und physikalische Eigenschaften. Am bekanntesten ist vielleicht der rote Spinell in der Staatskrone Großbritanniens, der jahrelang für einen Rubin gehalten wurde, oder der farblose Zirkonia, der äußere Ähnlichkeiten mit Diamanten aufweist.

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